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Çarşamba, Aralık 1, 2021

„Großstadtrevier“: Ein Fall von Corona

Seit einem Jahr lähmt und verkompliziert das Corona-Virus die Film- und Fernsehproduktionen. Auch die Dreharbeiten zur aktuellen 34. Staffel „Großstadtrevier“ wurden durch die Pandemie stark beeinträchtigt. Hygiene- und Sicherheitskonzepte mussten erstellt, Testungen, Masken und Abstände eingeführt und eingehalten werden. Bange Zeiten erlebte das gesamte Team, als der Dreh gestoppt werden musste. Vor einer Woche wurden die Dreharbeiten wieder aufgenommen. Fertiggestellt hingegen ist die Folge „Prepper“, die am kommenden Montag, 19. April, im Ersten die Corona-Pandemie selbst thematisch aufgreift.

elbeXpress / Haber Merkezi

Die erste Welle der Corona-Pandemie machte Sebastian Grebe (Bernhard Conrad) zum Witwer. Seine krebskranke Frau starb an Covid-19. Der Bezirksamtsmitarbeiter reagiert seitdem paranoid bis panisch, um seine Söhne Schorsch (Cooper Dillon) und Fabian (Andreas Warmbrunn) vor einer Infektion zu schützen. Das Einzige, was ihm zu seiner umfangreichen Survival-Ausrüstung noch fehlt, ist eine Schusswaffe. Wie es der Zufall will, gehört zu seinen Fällen im Amt Andree Kühl (Max Beck), dem sein Waffenschein entzogen wurde, die Waffe allerdings noch nicht. Der 18-jährige Fabian erträgt das Leben mit und bei seinem Vater immer weniger und will vor allem seinen kleinen Bruder aus der isolierten Situation retten. Doch das Jobcenter verweigert Fabian finanzielle Unterstützung. Weil es zum Eklat mit der Sachbearbeiterin kommt, müssen die Polizisten Nina Sieveking (Wanda Perdelwitz) und Lukas Petersen (Patrick Abozen) schlichten. Währenddessen beschäftigt Harry Möller (Maria Ketikidou) und Piet Wellbrook (Peter Fieseler) der Verbleib von Kühls Revolver. Der landet in völlig falschen, viel zu kleinen Händen.

Die Drehbuchautoren Beatrice Blank und Sören Hüper interessierte in dieser Folge vor allem die Auswirkungen der Pandemie auf das gesellschaftliche Leben: „Was ist, wenn elementare Infrastrukturen wie die Versorgung mit Lebensmitteln nicht mehr funktionieren, wenn Menschen plündern und gewalttätig werden? Das ‚Preppern‘ schien plötzlich für die Mitte der Gesellschaft gar nicht mehr so abwegig. Wir wollten gerne die Geschichte eines traumatisierten Familienvaters erzählen, der versucht, seine Kinder mit allen Mitteln zu schützen, und ihnen dabei aber am Ende mehr schadet als hilft.“

NDR-Redakteurin Franziska Dillberger:„Es war natürlich riskant, einen fiktionalen Blick in die Zukunft zu wagen. Niemand konnte vorhersagen, wie wir über ein Jahr nach Ausbruch von Corona dastehen würden. Wichtig war uns zu zeigen, wie sehr ein Schicksalsschlag einen Menschen nachhaltig verletzen und dabei auch von der Gesellschaft entfernen kann. Gerade während dieser schwierigen Zeit haben wir aber doch gesehen, wie wichtig es ist, solidarisch füreinander Verantwortung zu übernehmen statt auf Alleingänge zu setzen.“

„Großstadtrevier“, montags um 18:50 Uhr im Ersten und nach Ausstrahlung für 6 Monate in der ARD-Mediathek

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Die erste Welle der Corona-Pandemie machte Sebastian Grebe (Bernhard Conrad) zum Witwer. Seine krebskranke Frau starb an Covid-19. Der Bezirksamtsmitarbeiter reagiert seitdem paranoid bis panisch, um seine Söhne Schorsch (Cooper Dillon) und Fabian (Andreas Warmbrunn) vor einer Infektion zu schützen. Das Einzige, was ihm zu seiner umfangreichen Survival-Ausrüstung noch fehlt, ist eine Schusswaffe. Wie es der Zufall will, gehört zu seinen Fällen im Amt Andree Kühl (Max Beck), dem sein Waffenschein entzogen wurde, die Waffe allerdings noch nicht. Der 18-jährige Fabian erträgt das Leben mit und bei seinem Vater immer weniger und will vor allem seinen kleinen Bruder aus der isolierten Situation retten. Doch das Jobcenter verweigert Fabian finanzielle Unterstützung. Weil es zum Eklat mit der Sachbearbeiterin kommt, müssen die Polizisten Nina Sieveking (Wanda Perdelwitz) und Lukas Petersen (Patrick Abozen) schlichten. Währenddessen beschäftigt Harry Möller (Maria Ketikidou) und Piet Wellbrook (Peter Fieseler) der Verbleib von Kühls Revolver. Der landet in völlig falschen, viel zu kleinen Händen.

Die Drehbuchautoren Beatrice Blank und Sören Hüper interessierte in dieser Folge vor allem die Auswirkungen der Pandemie auf das gesellschaftliche Leben: „Was ist, wenn elementare Infrastrukturen wie die Versorgung mit Lebensmitteln nicht mehr funktionieren, wenn Menschen plündern und gewalttätig werden? Das ‚Preppern‘ schien plötzlich für die Mitte der Gesellschaft gar nicht mehr so abwegig. Wir wollten gerne die Geschichte eines traumatisierten Familienvaters erzählen, der versucht, seine Kinder mit allen Mitteln zu schützen, und ihnen dabei aber am Ende mehr schadet als hilft.“

NDR-Redakteurin Franziska Dillberger:„Es war natürlich riskant, einen fiktionalen Blick in die Zukunft zu wagen. Niemand konnte vorhersagen, wie wir über ein Jahr nach Ausbruch von Corona dastehen würden. Wichtig war uns zu zeigen, wie sehr ein Schicksalsschlag einen Menschen nachhaltig verletzen und dabei auch von der Gesellschaft entfernen kann. Gerade während dieser schwierigen Zeit haben wir aber doch gesehen, wie wichtig es ist, solidarisch füreinander Verantwortung zu übernehmen statt auf Alleingänge zu setzen.“

„Großstadtrevier“, montags um 18:50 Uhr im Ersten und nach Ausstrahlung für 6 Monate in der ARD-Mediathek

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