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Salı, Mart 2, 2021

Hamburg: Mehr Anmeldungen für die Eingangsklassen an den Grundschulen

Bildungssenator Ties Rabe hat heute die Anmeldezahlen für das nächste Schuljahr bekanntgegeben. Für die ersten Klassen an Hamburgs staatlichen Grundschulen haben sich mit Stichtag vom 4. Februar insgesamt 16.279 Schülerinnen und Schüler angemeldet, das sind 331 mehr als im letzten Jahr. Die Zahl der angemeldeten Vorschüler steigt um 679 Kinder auf 10.561.

Foto: Senatskanzlei Hamburg

Senator Rabe: „Ich freue mich darüber, dass die Zahl der Kinder in Hamburg auch weiterhin stetig wächst. Hamburg ist nicht nur eine äußerst attraktive, sondern auch eine familienfreundliche Stadt, in der Familien gerne leben. Alle Kinder sollen gut lernen können. Deshalb werden wir analog zur steigenden Schülerzahl natürlich auch die Zahl der Lehrkräfte weiter erhöhen und mit unserem ambitionierten Schulbauprogramm die Schulen gut auf die wachsende Kinderzahl vorbereiten. Geplant sind 44 neue Schulen und ein deutlicher Ausbau von mehr als 120 bestehenden Schulen.“

Die Steigerung der Anmeldzahlen für die ersten Klassen ist aber nicht in allen Bezirken gleich hoch. Die stärksten Zuwächse im Vergleich zum letzten Jahr gab es in den Bezirken Eimsbüttel (+237) und Wandsbek (+144), Bergedorf (+99) und Nord (+98), wohingegen es in den Bezirken Altona (-38), Harburg (-67) und Mitte (-142) sogar weniger Anmeldungen als 2020 gab.

Die Zahl der Anmeldungen für die Vorschulklassen (VSK) ist um 679 Anmeldungen auf 10.561 gestiegen und hat damit erstmals die Marke von 10.000 übersprungen. Allerdings sind die Anmeldezahlen an den Vorschulklassen seit Jahren stets höher als die Zahl der tatsächlich nach den Sommerferien eingeschulten Vorschülerinnen und Vorschüler, weil es für die Vorschulklassen keine Schulpflicht gibt und sich eine Reihe von Eltern noch in letzter Minute für eine Kita entscheidet. Insofern bestätigt zwar die Zahl der Anmeldungen für die Vorschulklassen den Wachstumstrend, ist aber nicht mit der Zahl der Vorschüler nach den Sommerferien gleichzusetzen.

In Hamburg können Eltern die Schule für ihr Kind frei wählen. Sie geben dazu einen Erstwunsch, aber auch zusätzlich einen Zweit- und einen Drittwunsch an. Grundsätzlich gilt, dass alle Kinder gemäß ihren Wünschen aufgenommen werden, eine Prüfung der Wünsche erfolgt nicht. Erst wenn an einer Schule mehr Kinder angemeldet werden, als Plätze vorhanden sind, erfolgt die Verteilung nach gesetzlichen festgelegten Kriterien. Demnach werden zuerst die Kinder aufgenommen, deren Geschwister bereits die Schule besuchen. Danach entscheidet die Schulweglänge über die Aufnahme in der Wunschschule: Wer am nächsten wohnt, bekommt den Schulplatz. In den allermeisten Fällen können fast alle Kinder ihre Wunschschule besuchen. Die Erfüllungsquote für den Erstwunsch liegt seit Jahren deutlich über 90 Prozent. Möglich wurde das unter anderem auch durch das Schulbauprogramm der letzten Jahre.

Bei allen Daten handelt es sich um die vorläufigen Anmeldezahlen. Erfahrungsgemäß ändern noch mehrere Hundert Eltern und Kinder in den nächsten Monaten ihre Entscheidung und wünschen eine andere Schule. Zudem werden wie immer bis zur endgültigen Einschulung nach den Sommerferien mehrere hundert Familien aus der Stadt wegziehen und etwas mehr Familien in der gleichen Zeit in die Stadt ziehen.

Die meisten Anmeldungen für die erste Klasse verzeichnen die Schule An der Gartenstadt (Wandsbek-Gartenstadt) mit 145, die Fridtjof-Nansen-Schule (Lurup) mit 141, die Louise-Schroeder-Schule (Altona) mit 139, die Grundschule Marienthal mit 137 und die Elbinselschule (Wilhelmsburg) mit 135.

Die höchsten Zuwächse für die erste Klasse verzeichnen die Wolfgang Borchert-Schule (Eimsbüttel) mit +59, die Schule Fabriciusstraße (Bramfeld, Neugründung aus Zweigstelle der Schule An der Seebek) mit +50, die Schule Anna-Susanna-Stieg (Schnelsen) mit +35, Schule Wesperloh (Osdorf) mit +34 und die Grundschule Thadenstraße (Altona-Altstadt) mit + 32 Anmeldungen.

Alle genannten Zahlen sind Anmeldezahlen nach Erstwunsch. Bei überangewählten Schulen erfolgt in den nächsten Wochen die Umverteilung unter Berücksichtigung der Zweit- und Drittwünsche.

Kleinste staatliche Grundschulen sind in diesem Schuljahr die (neu gegründete) Grundschule Sinstorfer Weg (Marmstorf) mit 45, die Wolfgang-Borchert-Schule (Eimsbüttel, im Aufbau) mit 55 und die Ganztagsschule an der Elbe (Altona-Altstadt) mit 81 Schülerinnen und Schülern. Die bislang kleinste Schule Hamburgs, die Inselschule Neuwerk, hat im neuen Schuljahr keine Schüler und ihren Betrieb daher vorübergehend eingestellt.

Hamburgs Grundschülerinnen und Grundschüler lernen in kleinen Klassen. Keine Grundschulklasse soll mehr als 23 Schülerinnen und Schüler aufnehmen. Bei einem Drittel aller Grundschulen ist die maximale Klassengröße sogar auf 19 Kinder begrenzt, weil diese Schulen viele Schülerinnen und Schüler aus sozial benachteiligten Familien aufnehmen. Von kleinen Klassengrößen profitieren vor allem die Grundschulen in schwierigen sozialen Umfeldern mit aktuell durchschnittlich nur 18,0 Schülerinnen und Schüler pro Klasse, sowie 22,1 an allen anderen Grundschulen.

Zurzeit besuchen 77.421 Kinder die Grundschulen, davon 69.513 die staatlichen Grundschulen. Rund 90 Prozent lernen in den 191 staatlichen Grundschulen oder den 13 Grundschulabteilungen von staatlichen Stadtteilschulen, 9,3 Prozent lernen an Privatschulen. Damit die Kinder gut lernen können, wird die Zahl der Lehrkräfte und Pädagogen an den staatlichen Grundschulen stetig erhöht. Zurzeit haben die staatlichen Grundschulen 5.379 Stellen für Lehrkräfte und weiteres pädagogisches Personal, das entspricht im Durchschnitt einer pädagogischen Kraft auf 12,4 Schülerinnen Schüler.

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