3.5 C
Hamburg
Cumartesi, Şubat 27, 2021

Ehemaliges Tanklager in Waltershof mit neuem Verfahren erfolgreich saniert – 7.200 LKW-Ladungen Bodenaushub

Sanierungsanlage Petroleumhafen. Brunnen und Leitungen zum Einblasen von Wasserdampf und zum Absaugen von Schadstoffen. Bild: Umtec Prof. Biener/Sasse/Konertz Umweltbehörde

Die umfangreiche Sanierung durch die Umweltbehörde im Hafengebiet in Waltershof auf dem Gelände des ehemaligen Tanklagers zwischen Elbe und Petroleumhafen ist erfolgreich abgeschlossen. Mithilfe des sogenannten TUBA-Verfahrens (Thermisch unterstützte Bodenluftabsaugung) in Kombination mit hydraulischen Maßnahmen konnten auf einer Fläche von einem Hektar 330 Tonnen Schadstoffe aus einer Tiefe von drei bis elf Metern beseitigt werden. Die Sanierung hat fast zwei Jahre gedauert. Die Kosten liegen bei etwa 6 Millionen Euro.

elbeXpress / Haber Merkezi

Bei dem neuartigen TUBA-Verfahren wird der Untergrund direkt vor Ort saniert (in-situ-Sanierung). Durch das Einbringen von heißem Wasserdampf wird der Boden auf circa 80 Grad Celsius erhitzt. Die dadurch mobilisierten Schadstoffe werden aus dem Boden abgesaugt, in einer Anlage behandelt und unschädlich gemacht. Bereits vor der Erwärmung des Bodens werden die auf dem Grundwasser schwimmenden Schadstoffe über Brunnen abgeschöpft. Dazu wird das Grundwasser örtlich abgesenkt. Das geförderte Wasser wird gereinigt und wieder in den Untergrund versickert.

Jens Kerstan Bild © Bina Engel/Senatskanzlei

Jens Kerstan, Umweltsenator: „Mit einem innovativen Verfahren haben wir im Hafen eine stark belastete Fläche saniert. Das ist zwar aufwändig, aber notwendig, um das Grundwasser und das Ökosystem der Elbe vor diesen Altlasten – die teilweise aus dem Zweiten Weltkrieg stammen – zu schützen. Das Flächenrecycling ist ein wichtiger Baustein in der Flächenentwicklungsstrategie der Stadt. An vielen Stellen ist auch angesichts der Flächenknappheit in Hamburg die Sanierung von Altlasten ein lohnender Weg – an manchen Orten stehen Aufwand, Kosten und Nutzen im angemessenen Verhältnis, an anderen nicht.“

Das Einblasen des Wasserdampfs erfolgt über flächig verteilte Brunnen bis in Tiefen von circa elf Metern. Mit der erhitzten Bodenluft werden die Schadstoffe über andere Brunnen aus dem Boden abgesaugt. Während des fast zweijährigen Sanierungsbetriebs konnten auf diese Art und Weise in den Jahren 2019 und 2020 insgesamt 330 Tonnen Schadstoffe beseitigt werden.

Auf den aktuell brach liegenden Flächen zwischen Elbe und Petroleumhafen ist der Boden insbesondere durch Mineralölkohlenwasserstoffe verunreinigt. Die Untergrundbelastungen sind überwiegend auf Zerstörungen ehemaliger Tanklager während des zweiten Weltkrieges zurückzuführen. Zum Schutz des Grundwassers und der Elbe wurden auf dem Gelände verschiedene Maßnahmen zur Altlastensanierung durchgeführt.

Leitungen zur Absaugung der erwärmten Bodenluft Bild: Umtec Prof. Biener/Sasse/Konertz Umweltbehörde

In den Jahren 2010 bis 2013 erfolgte im Auftrag der Umweltbehörde eine Sanierung im Zuge der umfassenden Kampfmitteluntersuchung und -räumung der Hamburg Port Authority HPA. Es wurden insgesamt ca. 130.000 Kubikmeter Boden (das entspricht etwa 7.200 LKW-Ladungen/18-Tonner) bis drei Meter Tiefe ausgehoben. Davon konnten 56.000 Kubikmeter Aushubmaterial wieder eingebaut werden, 64.000 Kubikmeter Boden mussten entsorgt werden. Die Fläche wurde jetzt an die Hamburg Port Authority HPA übergeben. Künftig soll dort eine 38 Hektar große Terminalfläche für die Abfertigung von Großschiffen entstehen.

İLGİNİZİ ÇEKEBİLİR

CEVAP VER

Please enter your comment!
Please enter your name here

- Advertisement -

İNSTAGRAM

    • Merkel kündigt EU-Impfpass noch vor dem Sommer an Im Anschluss an den EU-Sondergipfel zur Corona-Krise hat Bundeskanzlerin Angela Merkel einen
    • Bundespräsident Steinmeier will Özlem Türeci und Uğur Şahin auszeichnen. Die Biontech-Gründer hätten mit ihrem Corona-Impfstoff einen "entscheidenden Beitrag zur Eindämmung
    • Schulsenator Ties Rabe will unter bestimmten Voraussetzungen wie andere Bundesländer auch die Schulen in einzelnen Klassenstufen behutsam öffnen: „Wenn sich
    • Die A7 wird am Wochenende zwischen Volkspark und Eidelstedt komplett gesperrt. Grund dafür sind letzte Bauarbeiten am Lärmschutzdeckel in diesem
    • Wie der NDR berichtet, sollen die Schulen in Hamburg am 15. März wieder öffnen. Das bestätigte die Schulbehörde. Wie genau
    • Keine guten Nachrichten für Hamburg: Nach konstanten Anstieg in den letzten Tagen, hat die 3. Welle in Hamburg begonnen! 343
    • Wie die Hamburger Morgenpost berichtet, hat der geplante Elbtower an den Elbbrücken einen neuen Mieter gefunden. Es ist keiner geringeres
    • Unter Führung der Verkehrsdirektion Ost führten gestern Polizisten aller Verkehrsdirektionen und Polizeikommissariate sowie der Wasserschutzpolizei Rotlichtüberwachungen durch. Dabei wurden 459
    • Zu den Schulöffnungen, die in Hamburg frühestens nach Ende der Frühjahrsferien Mitte März zur Diskussion stehen, sagte Tschentscher: "Ich bin
    • "Die Zahlen gehen nicht weiter zurück, sondern sie nehmen sogar einen Tick zu", sagte Senatssprecher Marcel Schweitzer am Dienstag bei

SON HABERLER